Rhein-Ruhr-Talk

15.10.2019

Olaf Bremer, vitra. by storeR, Dortmund

Bürowelt 4.0 – vom Silicon Valley ins Ruhr Valley

Olaf Bremer, Geschäftsführer vitra. by storeR, Dortmund, im Gespräch.

Herr Bremer, Sie haben gerade eine markenstrategische Neupositionierung hinter sich. Was verbirgt sich hinter dem Namen vitra. by storeR?

Seit Jahren bieten wir in unserer Villa am Westfalendamm in Dortmund maßgeschneiderte Planungen und Einrichtungen für Büros an. Durch die Digitalisierung verändert sich allerdings derzeit die Büro- und Arbeitswelt rasant. Im aktuellen Trendwort „New Work“ kommt das zum Ausdruck. Auch wir haben darauf reagiert. Mit unserem neuen Auftritt unter vitra. by storeR konzentrieren wir uns überwiegend auf Produkte von Vitra und begleiten den Mittelstand bei seinem in digitalen Zeiten notwendigen Wandel hin zu mehr Agilität, Kreativität und Flexibilität. Das „R“ in unserem Namen steht für Ruhr in unserem bundesweiten Store-Netzwerk.

Was versteht man eigentlich unter New Work und Bürowelt 4.0

Die Veränderungen in den Unternehmen werden seit einigen Jahren von der Digitalisierung und dem gesellschaftlichen Wertewandel forciert. Unternehmen müssen heute Produkte und Services im digitalen Kontext entwickeln. Gefragt sind dafür vor allem Agilität, Kreativität und Flexibilität. Ein Büro 4.0 sollte diese Faktoren fördern und ermöglichen. Gleichzeitig verändern sich die Ansprüche der jungen Generationen Y und Z, die mit der Digitalisierung groß geworden sind. Moderne Bürowelten, die das Lebensgefühl der jungen Leute widerspiegeln, sind auch für das Personalmarketing wichtig. Geld ist nicht alles. Nicht umsonst mieten große Unternehmen aus ländlichen Regionen verstärkt Büros in den urbanen Coworking-Spaces an.

Welche Faktoren treiben die veränderte Büro- und Arbeitswelt?

Viele der jüngsten Entwicklungen kommen von den Technologieunternehmen aus dem Silicon Valley. Zu den Merkmalen moderner Büros gehört eine Campus-Atmosphäre mit vielen offenen Freiflächen als Treffpunkte für Gespräche. Daraus entstehen nicht selten kreative Ideen. Dazu gehört weiterhin auch ein Startup-Flair (Garage Spirit) mit Industrie-Look, Sichtbeton und buntem Mobiliar. Das sind sichtbare Zeichen für Aufbruch, Hemdsärmeligkeit und Unfertigkeit. Insgesamt steht der Mensch aber im Mittelpunkt moderner Bürokonzepte. Arbeit und Freizeit verschwimmen zunehmend. Der emotionale Wohlfühlfaktor wird wichtig. Gemütliche Sitzecken, die zum Entspannen und Plaudern einladen, ergänzen die klassischen Schreibtischarbeitsplätze.

Spielen die Kosten bei der Büroneugestaltung eigentlich auch eine Rolle?

Ja, natürlich. Zum einen wissen wir, dass rund 60 Prozent der Büros und Schreibtische im Durchschnitt wegen Dienstreisen, Urlaub, Krankheit und Fluktuation nicht genutzt werden. Neue Konzepte von Desk-Sharing sind daher auch unter Kostenaspekten angesagt. Zum anderen werden Büros immer flexibler nutzbar, um mit weniger Flächen auszukommen. Büros werden durch wenige Umstellungen zu Besprechungsräumen, Besprechungsräume zu Büros oder Empfangshallen zu Event-Locations.

Markantes Kennzeichen von New Work sind Coworking-Spaces. Ist das die Renaissance der verpönten Großraumbüros aus den 70er Jahren?

Der Unterschied zwischen heutigen modernen Ansätzen und früheren Großraumbüros ist gewaltig. Hinter Coworking Spaces steht ein ganzheitliches Konzept, das Räume, Akustik, Licht, Naturmaterialien und flexible Büromöbel nutzt. Es gibt einerseits offene Arbeitsbereiche, andererseits aber auch viele Rückzugsmöglichkeiten für Telefonate, Besprechungen unterschiedlicher Größe oder Entspannungszeiten. Nicht zu vergessen ist die zunehmende Digitalisierung von Büros. „The Edge“ in Amsterdam ist z. B. so ein Bürohaus der Zukunft.

Wie arbeiten Sie typischerweise mit dem Mittelstand?

Wir legen großen Wert auf eine Raumplanung, die zur Tradition, Marke und Strategie des Unternehmens passt. Wir verkaufen nichts von der Stange, sondern planen immer individuell. Es ist auch nicht so, dass in allen Branchen bunte Büros und der obligatorische Tischkicker notwendig sind. Es gibt auch moderne und seriöse Ansätze ohne Startup-Flair.

Wir bedanken uns für das Gespräch Herr Bremer.

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Olaf Bremer
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Fax: 0231 4200 -03

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