06.09.2018

Kontakt zu ehemaligen Mitarbeitern pflegen

Alumni-Netzwerke

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Aus den Augen aus dem Sinn! Diese Praxis wäre im Personalmanagement angesichts des herrschenden Fachkräftemangels denkbar schlecht. Gute und qualifizierte Mitarbeiter/innen, die selbst kündigen oder eine familiäre Auszeit nehmen, sollten Sie zumindest lose an Ihr Unternehmen binden. Halten Sie Kontakt und pflegen Sie ein Alumni-Netzwerk, so wie das erfolgreiche Hochschulen oder Beratungsgesellschaften auch tun.

  • Legen Sie dabei die Ziele Ihres Alumni-Netzwerkes fest. Im Mittelpunkt steht aus Personalsicht eine mögliche Wiedereinstellung ehemaliger Mitarbeiter (Re-Recruitment). Daneben kann die Kontaktpflege auch vertriebliche Gründe haben, wenn Ehemalige zu Auftraggebern wechseln.
  • Alumni-Netzwerke im Personalbereich funktionieren nur, wenn Mitarbeiter im Guten Ihr Unternehmen verlassen. Schulen Sie daher Ihre Führungskräfte in der professionellen und wertschätzenden Durchführung von Kündigungsprozessen. Wer beleidigt ist, wenn gute Mitarbeiter/in das Unternehmen verlassen, wird kaum eine gute Beziehung zu Ehemaligen aufbauen.
  • Analysieren Sie Ihre Trennungsabläufe: Wie verlaufen die Gespräche und welche Informationen können Ihnen hier nützlich sein, um eine dauerhafte Beziehung zu einem Ehemaligen aufzubauen?
  • Eine Möglichkeit, den Kontakt zu Ehemaligen zu halten, ist der Versand von Newslettern oder regelmäßig erscheinenden Mitarbeiterzeitschriften. Prüfen Sie, welche Medienangebote für welche Zielgruppe in Frage kommen. Pensionierte Führungskräfte aus der oberen Etage haben andere Informationsbedürfnisse als Ingenieure, die nun bei anderen Unternehmen angestellt sind.
  • Halten Sie fest, wie lange Sie die entsprechenden Kontakte aufrechterhalten wollen. Wenn schon zu viel Zeit vergangen ist, benötigen Ehemalige wahrscheinlich ähnlich viel Zeit für die Einarbeitung wie ein Neueinsteiger.
  • Holen Sie Ihre Linienmanager und Seniorführungskräfte als direkte Kontaktpartner für die Alumni mit ins Boot.
  • Um zu wissen, wie effektiv Ihr Alumni-Management ist, erfassen Sie Kennzahlen. Relativ leicht ist dies auf der Input-Seite, z. B. Zeitaufwand für die Systemverwaltung, Pflege einer Website, Erstellen von Newslettern, Kosten für Seminare und Veranstaltungen. Nicht ganz so einfach, aber nicht unmöglich ist das auf der Output-Seite. So gibt z. B. die Anzahl erfolgreicher Wiederanstellungen von Ehemaligen oder über Ehemalige gewonnene Aufträge Auskunft über den Erfolg Ihrer Arbeit.

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