20.07.2017

Mit Lockerheit mehr erreichen

Führen mit Humor

© Robert Kneschke - Fotolia.com

Welches ist das Lieblingsgetränk von Führungskräften? Leitungswasser! Wenn Sie über diesen schlichten Scherz zumindest schmunzeln, wenn nicht sogar lachen können, sind Sie auf einem guten Weg. Wer Humor hat, ist nämlich in vielen schwierigen Situationen belastungs- und damit auch leistungsfähiger.

  • Wissenschaftlich konnten zahlreiche positive Auswirkungen des Lachens auf den Körper nachgewiesen werden: Der Blutdruck sinkt, die Immunabwehr wird gestärkt, die Verdauung angeregt und die Muskulatur entspannt sich. Kein Wunder, dass Großunternehmen auf regelmäßiges Humortraining setzen. Führungskräfte lernen dort, wie sie Situationen entschärfen und Aggressionen verringern.
  • Lachen reduziert die Stressbelastung, es fördert die Interaktion und die Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Als Phänomen alltäglicher Kommunikation wird Lachen mit einem Gefühl der Lebensfreude verbunden. Keineswegs regiert der Müßiggang in Abteilungen und Teams, in denen viel gelacht wird. Laut einer englischen Studie erhöht gemeinsames Lachen sogar die Hilfsbereitschaft - für manche Unternehmen ist dies bestimmt ein großer Gewinn!
  • Ein weiterer guter Grund, um das Lachen in seinen Arbeitsalltag zu integrieren: Es erleichtert den zwischenmenschlichen Umgang auf allen Ebenen. Hierarchien zeigen sich in einem ganz anderen Licht, wenn Sie mit Untergebenen oder Vorgesetzten über dieselbe Situation lachen können. Nach außen setzen die Lachenden damit ein bestimmtes Signal: Wir schätzen ähnliche Werte und werden von den gleichen Dingen bewegt. Damit fördert Lachen sogar die Corporate Identity!

So nutzen Sie als Führungskraft den sozialen Charakter des Lachens und seine Bedeutung, die es für die Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen hat:

  • Gehen sie mit gutem Beispiel voran, kommentieren Sie eine brenzlige Situation mit Humor und nehmen Sie es nicht so bierernst, wenn etwas nicht auf Anhieb geklappt hat. Ihre Mitarbeiter werden es Ihnen gleichtun, denn sie orientieren sich in ihrem Verhalten direkt an Ihnen als Vorgesetztem.
  • Nur wenn Sie selbst überzeugt davon sind, dass eine lockere, heitere Atmosphäre für Sie und Ihr Unternehmen nützlich ist, sollten Sie mit der Verhaltensänderung beginnen. Letztlich profitieren Sie nämlich am meisten von einer humorvollen Einstellung zum Arbeitsleben.
  • Lassen Sie sich Zeit mit dem Wandel. Eine kurzfristige Verhaltensänderung nach einem Drei-Tage-Training "Humor in der Führungsetage" wirkt nicht sehr überzeugend. Ihre Mitarbeiter werden sich erstaunt fragen, was in Sie gefahren ist, wenn Sie abrupt vom ruhigen Melancholiker zu einem fröhlichen Clown mutieren. Praktizieren Sie die Verhaltensänderung in kleinen Schritten, denn schließlich sollen Seriosität und Professionalität nicht aufgegeben werden. Jede Veränderung braucht Zeit, bis das neue Verhaltensmuster eingeschliffen ist.

Übertreiben Sie es aber mit dem Humor nicht. Professionalität, Seriosität und Konzentration gehören an fast allen Arbeitsplätzen zu den wichtigsten Faktoren. Humor sollte auch nicht ins Lächerliche abdriften und auf Kosten anderer gehen. Humorvolle Führung ist ein schmaler Grat, aber gekonnt eingesetzt auch sehr wirkungsvoll. Was aber immer zieht: ein freundliches Gesicht, Spaß an der Arbeit und Höflichkeit.

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Petra Hövelborn Business Coaching, Wirtschaftsmediation

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