10.10.2016

Führung starker Gemeinschaften

Wir-Gefühl

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Unsere Gesellschaft verändert sich im digitalen Zeitalter mit rasender Geschwindigkeit. Nicht nur aufgrund sozialer Netzwerke wie Facebook ist ein Trend zur Gemeinschaft zu erkennen. Der Postmoderne Mensch sehnt sich nach Geborgenheit in der Familie und seinen Interessengemeinschaften. Unternehmen wie Red Bull und Apple haben die Zeichen der Zeit schon längst erkannt und fördern auch abgedrehte Szenen. Diese von Soziologen als Neo-Tribalismus bezeichnete Entwicklung ist auch in den Unternehmen zu spüren. Führungskräfte müssen darauf reagieren.

Moderner Führungsstil

Unternehmen, die mit Ihren Produkten und Dienstleistungen Kunden begeistern und eine Fan-Gemeinschaft aufbauen möchten, benötigen Mitarbeiter, die ebenfalls für das eigene Angebot schwärmen und sich in einem Team von Kollegen voll engagieren und wohlfühlen. Die Führung solcher internen Gemeinschaften erfordert heute eine Mischung aus emotionaler und rationaler Führung.

  • Emotionale Führung: Mitarbeiter möchten nicht in kalten Räderwerken arbeiten. Sie benötigen inspirierende und Sinn stiftende Arbeiten, gemeinsame Erfolge und Führungskräfte mit Empathie und Vorbildfunktion. Durch formelles Hierarchiegehabe lassen sich Mitarbeiter immer seltener beeinflussen. Führen Sie daher so viel emotional wie möglich. Bleiben Sie dabei aber authentisch. 
  • Rationale Führung: „Menschelnde“ Führung hat aber seine Grenzen. Mitarbeiter benötigen auch klare Ziele, Aufgaben und Verantwortung. Hierbei kommt es auf die richtige Dosis an. Wer seine Mitarbeiter zu stark extrinsisch, z. B. durch individuelle Leistungsvergütung, motivieren möchte, fördert individuelle Einzelkämpfer und verdrängt Leidenschaft und Begeisterung für Aufgaben. Führen Sie rational so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich.

Förderung von Gemeinschaften

Neben dieser grundsätzlichen Mischung aus emotionaler und rationaler Führung sind für die Bildung starker Gemeinschaften drei Faktoren wichtig:

  • Identität: Gemeinschaften bilden sich nur um eine gemeinsame Sache, die für alle erstrebenswert ist. Verdeutlichen Sie daher Ihre Ziele und Visionen. Investieren Sie viel Zeit in die interne Kommunikation. Alle Mitarbeiter müssen die „gemeinsame Sache“ kennen und wollen.
  • Einbindung: Jeder Mitarbeiter muss eingebunden werden und in der Gemeinschaft seine Rolle finden, die seinen persönlichen Neigungen und Fähigkeiten entsprechen. Gemeinschaften, in denen einige auf Kosten anderer als Trittbrettfahrer leben wollen, funktionieren auf Dauer nicht.
  • Soziale Kontrolle: Gemeinsame Ziele werden nur erreicht, wenn alle Mitglieder allseits akzeptierte Regeln befolgen. Jedem muss klar sein, dass Regelverstöße Vergehen an der Gruppe sind und wenig ehrenvoll sind. Bestrafungen wirken weniger als diese Art der sozialen Kontrolle.

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Petra Hövelborn Business Coaching, Wirtschaftsmediation

Petra Hövelborn
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