06.05.2018

Verbündete im Unternehmen finden

Ideenumsetzung

©Robert Kneschke - Fotolia.com

Für Ihre Ideen, Konzepte und Lösungen, die Sie in Ihrem Unternehmen durchsetzen wollen und die im digitalen Zeitalter reichlich nötig sind, brauchen Sie interne und externe Mitstreiter/innen, die sie umsetzen und mittragen. Doch viele Führungskräfte machen sich vor allem Gedanken um die Sache und das Rationale, nicht aber um die Menschen und das Emotionale. Schauen Sie sich daher einmal um, welche Personen als Unterstützer und welche als Gegenspieler anzusehen sind. Je größer die Unternehmen, desto mehr Zeit fressen Politik und Machtspiele.

Mitspieler und Gegenspieler

Verlassen Sie sich dabei ruhig auf Ihre Intuition. Allerdings kann eine einfache Analyse auch hilfreich sein. Teilen Sie Personen in Ihrem Arbeitsumfeld grob in Gruppen ein. Je nach Grad der (sachlichen) Übereinstimmung und des (persönlichen) Vertrauens ergeben sich die folgenden vier Typen in einer Matrix mit vier Feldern:

  • Gleichgesinnte (hohe Übereinstimmung, aber geringes Vertrauen) sollten Sie durch Kooperationen an Ihre Sache binden. Rein verbale Überzeugungsarbeit wird in diesem Fall wenig nützen, weil persönliches Vertrauen meist nicht so schnell entsteht. Investieren Sie in gute Beziehungen und Empathie, ohne anbiedernd zu sein.
  • Verbündete (hohe Übereinstimmung und hohes Vertrauen) müssen Sie erst gar nicht mehr überzeugen, sondern nur noch bei der Stange halten. Wenn es Ihnen gelingt, diesen Personenkreis als Promotoren für Ihre Sache zu gewinnen, haben Sie schon viel erreicht.
  • Gegner (geringe Übereinstimmung und geringes Vertrauen) können Sie wahrscheinlich gar nicht überzeugen. Diese Gruppe ist, hart formuliert, vermutlich abzuschreiben. Andererseits sollten Sie darauf achten, sämtliche Ihrer Schritte transparent zu machen, um sich im Nachhinein nichts nachsagen lassen zu müssen. Gehen Sie keine Konflikte ein, die Sie nicht gewinnen können. Diplomatie auch gegenüber Gegnern schadet nicht.
  • Opponenten (geringe Übereinstimmung, aber hohes Vertrauen) sollten Sie in ihrer Kritik unbedingt ernst nehmen. Diese Personengruppe umfasst all diejenigen, die trotz aller persönlichen Wertschätzung Ihnen gegenüber Zweifel an der Sache haben – vielleicht nicht ganz zu Unrecht? Erfolgreiche Innovatoren freuen sich über sachliche Kritik. Nur Narzissten mögen sie nicht.

Diese Einteilung ermöglicht es Ihnen, für jede Personengruppe eine speziell zugeschnittene Überzeugungsarbeit zu leisten – oder aber ganz darauf zu verzichten. Der Vorteil dieser Methode liegt auf der Hand: Sie erhalten eine visuell leicht zugängliche Matrix, auf der Sie die betroffenen Personenkreise oder Abteilungen potenziell einstufen können. So können Sie sich bereits im Vorfeld Gedanken darüber machen, wer aus welchen Gründen für oder gegen die Maßnahme ist und sie entsprechend planen.

Sollte sich z. B. in der Rubrik der Gegner, d.h. der doppelt negativ eingestellten Personen, eine Gruppe befinden, auf die es letztlich ankommt, z. B. Geschäftsführung oder auch Kunden, sollten Sie Ihre Maßnahme nochmals von Grund auf überdenken. Gleiches gilt für das Gegenteil: Wenn unter den Verbündeten all diejenigen rangieren, die kaum etwas zu sagen haben, ist Ihre Idee ebenfalls vermutlich nicht allzu konsensfähig.

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