04.05.2018

Wie Sie sich auf Medienauftritte vorbereiten

Interviews und Talkrunden

Experten aus der Wirtschaft sind gefragte Gesprächspartner für ein Interview oder eine Talkrunde.

Experten aus der Wirtschaft sind gefragte Gesprächspartner für ein Interview oder eine Talkrunde, umso mehr, wenn sie professionell auftreten und die Regeln beherrschen. Wer sich einmal vor der Kamera oder dem Mikrofon bewährt hat und komplizierte Sachverhalte einfach zu erklären versteht, wird weiterempfohlen und immer wieder gefragt.

•    Vorbereitung: Vor einem Interview müssen Sie wissen, was Sie sagen wollen. Nehmen Sie sich daher Zeit und bereiten Sie sich auf jedes Interview und jedes Statement vor. Nur ausgebuffte Medienprofis können aus dem Stand druckreif reden.

•    Themenliste: Oft haben Journalisten und Unternehmensvertreter sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber, was für das Publikum interessant ist. Sie werden sich anfangs manchmal wundern, was Journalisten für Fragen stellen. Bitten Sie Journalisten vor längeren Interviews daher um eine Themenliste.

•    Zielgruppe: Erkundigen Sie sich auch nach der Zielgruppe, damit Sie wissen, was auf Sie zukommt oder ob Sie im Zweifel lieber ablehnen. Auf eine kontroverse Talkrunde mit streitbaren Gästen müssen Sie sich anders vorbereiten als auf einen dreiminütigen Informationsbeitrag.

•    Kurz und bündig: Auch wenn Sie nicht genau wissen, worauf die Fragen abzielen werden, können Sie sich vorbereiten. Beachten Sie dabei, dass es besser ist, keine auswendig gelernten Phrasen abzuspulen. Sie sollten besser ein Repertoire an Standpunkten zu den wichtigsten Themen Ihres Unternehmens parat haben. Zu jedem Themenpunkt sollten Sie mit zwei bis drei prägnanten Sätze den Kern wiedergeben.

•    Pausen: In einem Statement für das Radio oder Fernsehen haben Sie oft nicht mehr als 30 Sekunden Zeit. Auch wenn Sie länger reden, wird letztendlich nur Ihre Kernaussage gesendet. In einem Interview machen Sie sich keine Freunde unter Journalisten, wenn Sie ohne Pause reden. Auf das Publikum wirken Endlos-Redner fast so sympathisch wie solche, die andere Gäste in Talkrunden nicht ausreden lassen.

•    Nachfragen: Da Sie als Experte viel über „Ihr“ Thema wissen, werden Sie bei Nachfragen leicht zu ausführlich und können häufig auch wider besseren Wissens einige Fach- und Fremdwörter nicht vermeiden. Fragen Sie Ihren Zuhörer im Anschluss am besten, was er behalten hat. Er wird das Gesagte automatisch wesentlich kürzer wiedergeben und Fremdwörter notfalls umschreiben. So fallen Nebensächlichkeiten weg und zurück bleibt eine für Laien verständliche Kernthese.

Freigabe: Ein Zeitungsinterview erhalten Sie nicht automatisch zur Freigabe, bevor es gedruckt wird. Wenn Sie sicher gehen wollen, dass Sie korrekt wiedergegeben werden, vereinbaren Sie vorab eine Autorisierung. Sie können allerdings nur auf die Passagen Einfluss nehmen, in denen Sie wörtlich oder in indirekter Rede widergegeben werden. Auf die Formulierung der Fragen oder des übrigen Textes haben Sie keinen Einfluss. Übertreiben Sie es jedoch nicht: Wenn nach der Autorisierung statt der markanten Aussagen nur noch blutleere Worthülsen oder gar platte Werbebotschaften zurückbleiben, dann verliert das Interview womöglich so viel Nachrichtenwert, dass die Zeitung schlimmstenfalls ganz auf den Abdruck verzichtet.

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