09.02.2018

Was tun bei Sturmschäden?

Der Wind wird rauer

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Das Jahr 2018 ist noch jung, und doch gab es mit „Burglind“ und „Friederike“ bereits zwei Großschadenereignisse durch Stürme. Neben abgedeckten Dächern bei Privatgebäuden und verbeulten PKW, hatten auch zahlreiche Unternehmen Schäden zu beklagen – einige waren sogar doppelt betroffen. All diejenigen, die in ihrer Gebäudeversicherung „Sturm-“ und „Elementarschäden“ abgesichert haben, werden voraussichtlich bis auf Zeit und Nerven wenige finanzielle Einbußen fürchten müssen. Diejenigen allerdings, die diese Gefahren nicht abgesichert haben, müssen die (finanziellen) Folgen nun selbst tragen.

Da es in den vergangenen Jahren immer häufiger zu extremen Wetterphänomenen kam, sollten sich Unternehmen dringend mit dem Thema „Absicherung von Naturkatastrophen“ beschäftigen und entsprechende Versicherungslösungen ins Auge zu fassen.

Ist es – unabhängig vom Umfang des Versicherungsschutzes – zu einem Elementarschaden gekommen, sollten Unternehmen einige grundsätzliche Vorgehensweisen beachten. So ist von einem Wiederaufbau beschädigter Anlagen abzuraten, wenn die Freigabe durch den Versicherer noch nicht vorliegt. Denn: Dies geschieht dann auf eigenes Risiko. Kommt es beispielsweise zu keiner vollständigen Entschädigung oder zu Kürzungen der Leistungen, tragen Unternehmen die Differenz zu tatsächlich entstandenen Kosten selbst. Sollte ein sofortiger Wiederaufbau notwendig sein und kann eine Freigabe durch den Versicherer nicht kurzfristig erfolgen, ist es empfehlenswert, zumindest bis zur endgültigen Abwicklung des Schadens die beschädigten Sachen aufzubewahren, falls diese im Nachhinein begutachtet werden sollen.

Sollte Dritten ein Schaden – zum Beispiel durch herabfallende Gebäudeteile – entstehen, muss immer erst geprüft werden, ob ein eigenes Verschulden vorliegt. Daher sollte immer eine unverzügliche Schaden-Meldung an den eigenen Versicherer beziehungsweise Makler erfolgen, der dann die fallbezogene Prüfung übernimmt.

Sollten Sie persönlich oder als Unternehmen Opfer eines Schaden-Ereignisses werden gilt generell:

1. Personen in Sicherheit bringen
2. schadenmindernde Maßnahmen ergreifen
3. Versicherer / Makler informieren
4. Schaden mit aussagekräftigen Fotos dokumentieren
5. Fachfirma beauftragen, welche einen Kostenvoranschlag erstellt
6. Schadendokumentation und Kostenvoranschläge an Versicherer / Makler
7. Rücksprache mit Versicherer / Makler
8. Reparaturfreigabe des Versicherers abwarten
9. Wiederherstellung einleiten


Zusätzlich gilt: Sprechen Sie Ihren Versicherer oder Makler an, um individuelle Risiken abzuklären und die passenden Lösungen zu finden.

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