26.05.2018

So bleiben Sie ruhig

Stress am Steuer muss nicht sein

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Wenn Sie nicht gerade Autorennen fahren, ist Stress am Steuer leistungsmindernd und auf Dauer ungesund. Schlimmer noch: er erhöht die Unfallgefahr. Daher ist jeder Autofahrer gut beraten, typische Stresssituationen zu erkennen und entsprechend vorzubeugen.

Selbsterkenntnis: Bin ich ein gefährdeter Stresstyp?

Stress am Steuer entsteht vor allem durch Zeitdruck, hohes Verkehrsaufkommen und Stau – und natürlich durch rücksichtloses Verhalten, Ungeschicklichkeit oder Fehler anderer. Der ADAC hat in einer wissenschaftlichen Studie Interessantes herausgefunden. Demnach bleiben Frauen am Steuer meist länger cool, weil sie defensiver fahren. Männer pflegen demgegenüber häufiger einen sportlichen bis aggressiven Fahrstil und erzeugen so Stresssituationen für sich und andere. Unter den zwei Hauptrisikotypen sind sie in der Mehrheit:

  • Der konfrontative Fahrer: Fahrer dieses Typs machten 18 % der Stichprobe aus und waren zu 70 % männlich. Sie fahren aggressiv und schnell und versuchen, ihre vermeintlichen Ansprüche ohne Rücksicht auf andere durchzusetzen.
  • Der vermeintliche Alleskönner: Zu diesem Typ gehören die meisten Fahrer (32 % der Stichprobe), darunter mehr als die Hälfte Männer (56 %). Der vermeintliche Alleskönner neigt im Verbund von großer Fahrpraxis und fehlender Selbstkritik zu Selbstüberschätzung.

Unter Stressgesichtspunkten ist der/die Verantwortungsbewusste der Idealtyp, dem Sie nacheifern sollten, sofern Sie noch nicht zu dieser durchaus beachtlichen Gruppe zählen (29 % der Stichprobe): er bzw. sie ist selbstkritisch und fährt vorausschauend, rücksichtsvoll und defensiv.

Wie Sie Stress vermeiden können

  • Fahren Sie mit möglichst „freiem“ Kopf. Damit Ärger, Frust oder Ängste nicht Ihr Stressempfinden oder Ihre Stressreaktion erhöhen, entspannen Sie sich zunächst oder verschaffen Sie sich angenehme Ablenkung, zum Beispiel durch Musik oder leichte Gespräche.
  • Ausreichend Zeitreserven, Pausen mit frischer Luft und Bewegung sowie eine gute Streckenplanung erhöhen Ihre Stressresistenz.
  • Halten Sie einen großzügigen Sicherheitsabstand ein und rechnen Sie vorausschauend mit unvorhergesehenen Situationen und Fehlern anderer.
  • Wenn Sie am Steuer (noch) unsicher sind, vermeiden Sie Zeitdruck und Ablenkung. Konzentrieren Sie sich, verbessern Sie Ihre Fahrpraxis und erhalten Sie sie. Denn Autofahren erfordert eine gewisse Übung.

Es ist erwiesen, dass Fahrverhalten und Stressempfinden gut beeinflussbar und verbesserungsfähig sind. Probieren Sie mal ein Fahrsicherheitstraining aus.

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