30.11.2017

Neue Richtlinie ab 1.12.2017

Energieberatung im Mittelstand

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Ob Heizung, Beleuchtung, Maschinen oder Computer – in Unternehmen kann an vielen Stellschrauben gedreht werden, um die Energiekosten zu senken. Dabei ist es für Laien nicht ganz einfach, die entsprechenden Stellen zu finden und dann auch möglichst effizient zu sanieren. 

Aus diesem Grund fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Durchführung von Energieberatungen bei kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) und Freiberuflern. Zum 1.12.2017 tritt die neue Richtlinie über die Förderung von Energieberatungen im Mittelstand in Kraft. Sie ersetzt die bisher gültige Richtlinie vom 1.12.2015. Lesen Sie hier, was ab dem 1.12.2017 gilt. 

Fördervoraussetzungen

Gefördert werden Unternehmen mit Sitz in Deutschland mit weniger als 250 Beschäftigten und einem Umsatz pro Jahr von unter 50 Millionen Euro oder einer Bilanzsumme von weniger als 43 Millionen Euro.

Die Beratungen müssen klare Berechnungen über potenzielle Energieeinsparungen liefern. Nicht gefördert werden Beratungen, die sich auf den Wohnbereich beziehen, die im Wesentlichen eine gutachterliche Stellungnahme beinhalten, die von verbundenen Unternehmen erbracht werden oder die darauf abzielen, Steuerentlastungen nach dem Stromsteuer- oder Energiesteuergesetz oder eine Begrenzung der EEG-Umlage zu erzielen.

Förderhöhe

  • Liegen Ihre betrieblichen Energiekosten über 10.000 Euro pro Jahr, so erhalten Sie eine Zuwendung von 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten, maximal 6.000 Euro.
  • Liegen Ihre betrieblichen Energiekosten unter 10.000 Euro pro Jahr, dann erhalten Sie eine Förderung von 80 Prozent der förderfähigen Beratungskosten, maximal 1.200 Euro.  

Beraterkreis

Der Kreis der Energieberater wird erweitert. Berater werden zum Förderprogramm zugelassen, wenn sie über die fachlichen Qualifikationen verfügen und sich durch eine Selbsterklärung gegenüber dem BAFA und dem Unternehmen verpflichten, hersteller-, angebots- und produktneutral zu beraten. Energieberater müssen eine Haftpflichtversicherung abschließen, die mögliche Schadensersatzansprüche im Zusammenhang mit der Energieberatung abdeckt. 

Antragstellung

Es werden nur Energieberatungen gefördert, mit denen vor Antragstellung noch nicht begonnen wurde. Der Förderantrag ist über das elektronische Antragsformular auf der Internetseite der BAFA zu erstellen. Er muss einen Kostenvoranschlag/Angebot des Energieberaters beinhalten sowie genaue Angaben zu Art und Anzahl der zu untersuchenden Objekte mit vorgeschlagenen Energieeinsparmaßnahmen samt  Kostenschätzung enthalten. 

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